Fotos Effelder - Jena

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FB, SC 09 Effelder - FC Carl Zeiss Jena - 2017_2

Drittligist kommt nach Effelder

Ja, bei den Fans in Thüringen sind die Kicker aus dem Ernst-Abbe-Sportfeld die Nummer eins. Bis zur politischen Wende holte der FC Carl-Zeiss Jena drei DDR-Meistertitel und vier Pokalsiege. In den letzten 27 Jahren erlebten die Zeissianer ein Wechselbad der Gefühle.

Effelder/Jena – Nach der Wiedervereinigung schaffte der FC Carl-Zeiss die Qualifikation für die zweigeteilte 2. Bundesliga. Insgesamt 8 Serien behauptete sich Jena in der 2. Bundesliga und liegt dort in der ewigen Tabelle auf Rang 48. Dann folgte ein Wellental. Jena schaffte die Qualifikation für die 3. Liga und war eines der 20 Gründungsmitglieder. Vier Spielzeiten kickten die Jenaer in Liga 3, ehe mit dem Abstieg in die Regionalliga Nordost der Tiefpunkt erreicht war. Mehrere Trainer versuchten ihr Glück in der Saalestadt, Jahr für Jahr kamen und gingen viele Spieler. Auch als ein belgischer Investor einstieg, wurden die Ergebnisse nicht besser. Neben den ständigen Trainerwechseln gab es auch im Vorstand mehrfach Wechsel. Erst in der Saison 2016/17 schaffte der FC Carl-Zeiss Jena mit dem Bad Salzunger Trainer Mark Zimmermann den Meistertitel in der Regionalliga Nordost. Nun folgten noch zwei Aufstiegsspiele gegen Viktoria Köln. Die Domstädter, hinter dem 1. FC Köln und der Fortuna die Nummer 3 in Stadt am Rhein, waren favorisiert in diesen spielen. Aber Jena legte in Köln durch Torjäger Timmy Thiele drei Tore vor. Freilich schmolz der Vorsprung in der Schlussphase zusammen, aber Jena schaffte sich durch das 3:2 eine hervorragende Ausgangsposition für das Rückspiel. Das Ernst-Abbe-Sportfeld – natürlich mit 12.990 Zuschauern ausverkauft – und eine Stimmung wie zu besten Europapokal-Zeiten – sah dann im Rückspiel einen Krimi. Jena konnte nämlich die gute Leistung vom Hinspiel nicht wiederholen und verlor mit 0:1. Aber aufgrund der Auswärtstorregel brachen nach dem Schlusspfiff alle Dämme. Jena schaffte den Wiederaufstieg in die 3. Bundesliga.

Mark Zimmermann, der 43 jährige Trainer, der seit dem 1. Juli 2016 die Blau-Weißen trainiert, hat mit seinen Jungs nur ein Ziel: Das rettende Ufer zu erreichen und sich im Profifußball zu behaupten. Nach einem Kaltstart (zwei Niederlagen) folgte dann der erste Auswärtserfolg beim HFC und dann ein Remis gegen Chemnitz. Jüngst verloren die Thüringer bei Lotte mit 0:4. Peu a peu sollen Punkte eingefahren werden, damit die 40 Punkte Marke möglichst frühzeitig erreicht wird.

Ein Blick auf den Kader verrät, dass in Jena längst ein Umdenken eingesetzt hat. Man setzt verstärkt auf Deutsche Kicker, die recht jung und hungrig sind.

In Jena bastelt man nicht nur an der Mannschaft, sondern freut sich, dass in der Universitätsstadt auch ein neues Stadion entsteht. Es soll 2020 fertig sein und wird dann das traditionsreiche Ernst-Abbe-Sportfeld ablösen.

Das Aufgebot des FC Carl Zeiss Jena: Raphael Kocor, Stefan Schmidt, Jo Coppens – Justin Gerlach, Marius Grösch, Matthias Kühne, Dennis Slamar, Firat Sucuz, Guillaume Cros, Rene Eckardt, Sören Eismann, Niclas Erlbeck, Dominik Bock, Tom Kranert, Jan Löhmannsröben, Justin Schau, Maximilian Schlegel, David Tuma, Maximilian Wolfram, Florian Dietz, Manfred Starke, Timmy Thiele, Maximilian Weiß.

Trainer: Mark Zimmermann